Gemeinde Tawern

2000 Jahre Tawern (von Rudolf Rosenkränzer)

Karte der ehemals luxemburgisch-trierischen Grenze

Eine ausführliche Gemeindegeschichte finden Sie ⇒ hier.

Beginn vor 2000 Jahren

Tawern entstand wohl um Christi Geburt als Straßenstation an der Römerstraße von Trier nach Metz. Am heute noch sichtbaren "Vicus Tabernae" erwuchs die Keimzelle des heutigen Dorfes. Drei Landgüter, sogenannte Villen, finden sich zudem auf der Gemarkung.

Zu Beginn des ersten Jahrhunderts wurde auf dem Metzenberg in der Nähe der Römerstraße ein Tempelbezirk errichtet. In der ersten Baustufe standen fünf kleinere Tempel nebeneinander. In einer späteren Baustufe wurde der Bezirk stark erweitert. Vier der ursprünglichen Tempel mussten zwei größeren mit einem Umgang an drei Seiten der heiligen Zella weichen. Im größten Tempel stand eine leicht überlebensgroße Statue des Gottes Merkur. Die Tempelanlage wurde zwischen 1986 und 1999 rekonstruiert.

Urkundliche Ersterwähnung im Jahre 1000

Sowohl Tawern als auch Fellerich werden in diesem Jahr erstmals urkundlich erwähnt. Bis zum Ende der Feudalzeit 1794/97 war der Mannebach Grenze zwischen dem zum Herzogtum Luxemburg zählenden Teil Tawerns (mit Fellerich) und dem Trierer Teil. Der Straßenname "Spanische Ecke" erinnert noch an diese Zeit eines geteilten Tawern. Bis 1814 war der Ort Teil Frankreichs und wurde ab 1816 Teil des Kreises Saarburg in der preußischen Rheinprovinz. Bis 1970 war Tawern Sitz einer eigenen Amtsverwaltung. Im selben Jahr wurde die bis dahin selbständige Ortsgemeinde Fellerich eingemeindet.

Heute ist Tawern eine attraktive Wohngemeinde mit rund 2.700 Einwohnern.

 

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